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Zahl der Ertrunkenen in Bayern ist gestiegen

Lesedauer 2 Minuten
Quelle: dpa/lby
19.09.2024

58 Menschen sind in diesem Jahr bereits in Bayerns Flüssen, Seen und Schwimmbädern ertrunken. Damit sind bis zum Ende des Sommers (Stand 10.9.) acht Menschen mehr im Wasser ums Leben gekommen als im Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bad Nenndorf erläuterte. Die meisten Toten gab es mit 19 Betroffenen im sehr sonnigen und heißen Ferienmonat August, aber auch im Winter starben Menschen in Bayerns Gewässern. 

Bundesweit stieg die Zahl der Badetoten um 75 auf 353 an - so viele wie seit fünf Jahren nicht. «Trotz aller Appelle und zahlreicher mahnender Beispiele waren Leute beim Baden und bei Wassersportaktivitäten immer wieder nicht vorsichtig genug», berichtete DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Neben Badenden und Schwimmern seien auch andere Wassersportler ums Leben gekommen, die beispielsweise mit Kanus oder Stand-up-Paddle-Boards unterwegs gewesen seien. «Das Tragen von aufblasbaren Schwimmwesten und andere Sicherheitsvorkehrungen hätte viele dieser Unfälle anders enden lassen können.»

Im Freistaat kamen die meisten Ertrunkenen (24) in einem See zu Tode - dicht gefolgt von Flüssen (20). In Bächen ertranken acht Menschen. In Bayerns Schwimmbädern kam hingegen nur ein Mensch zu Schaden, je einer ertrank auch in einem Kanal oder Teich. Mit deutlichem Abstand waren die meisten Betroffenen männlich: 47 Männer und 11 Frauen verzeichnete die Statistik, das ist ein Verhältnis von 81 zu 19 Prozent. 

Auffällig viele gehörten zudem zur Altersgruppe 71 bis 80 Jahre, in der zwölf Menschen im Wasser starben - fünf mehr als im Vorjahreszeitraum. Aus der Gruppe der Über-50-Jährigen kamen gar 33 Verunglückte. Laut DLRG war es auch bundesweit auffällig, dass unter den Menschen in der zweiten Lebenshälfte die Zahl der Todesfälle stieg. «Die immer neuen Temperatur-Rekorde sind für den Körper sehr herausfordernd. Plötzlich auftretende Herz-Kreislauf-Probleme sind im Wasser noch viel häufiger lebensbedrohlich», erklärte Vogt. Umso wichtiger sei es, bewachte Badestellen aufzusuchen und keinerlei Risiken einzugehen.

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